Das Seniorenteam Schmerikon besuchte BBB – Büchel, Bildstein, Bäckereimuseum

Am Dienstag, 25. August 2026 führte ein Tagesausflug die Schmerkner Seniorinnen und Senioren zum Benkner Büchel.

Das Seniorenteam Schmerikon besuchte BBB – Büchel, Bildstein, Bäckereimuseum
Schmerkner Seniorinnen und Senioren (Foto: z.V.g.)

Am Dienstag, 25. August 2026 führte ein Tagesausflug die Schmerkner Seniorinnen und Senioren zum Benkner Büchel, im Jahr 1519 entstand der bekannte Wallfahrtsort Maria Bildstein, anschliessend im Bäckereimuseum besichtigten wir die Freude am „Bäckertum“ die Paul Wick seit 1960 gesammelt und restauriert hat.

Wanderung mit Führung

Dolomitstein hinter der Kirche (Foto: z.V.g.)

Der Benkner Büchel ist eine Erhebung , der von Gletschern der Eiszeit abgerundet wurde, ein sogenannter Rundhöcker.

Alois Jud, geborener Benkner, hat seine Jugendjahre hier oben verbracht. Er führte uns über den Büchel und liess dabei die spannende Geschichte  und faszinierende Hintergrundinformationen des Wallfahrtortes Marie Bildstein die auch Teil seines Lebens ist, lebendig werden.

Maria Bildstein vom Bildstock zum Wallfahrtsort

Bildstock mit Gottesmutter Maria (Foto: z.V.g.)

Als Johann Heinrich Jud, seines Zeichens Meisterknecht des Damenstiftes Schänis, 1519 eine Statue der Gottesmutter Maria auf dem Oberen Buchberg aufstellte, liess er sich bestimmt nicht träumen, dass daraus ein Wallfahrtsort werden würde, der auch noch 500 Jahre später viele Pilger anzieht. Die Äbtissin des Damenstifts liess für die Statue einen Bildstock errichten, auf den der Name «Maria Bildstein» zurückzuführen ist. Kaplan Alois Widmer, der von 1842 bis 1862 in Benken wirkte, machte aus dem einfachen Wallfahrtsort durch den Bau einer «richtigen» Kapelle mit Altar eine eigentliche Wallfahrtsstätte.  Am 12. September 1848 weihte Johannes Petrus Mirer, der erste Bischof des 1847 neu gegründeten Bistums St. Gallen, die Kapelle ein und bestimmte, dass jeweils jedes Jahr am 8. September das Kapell- und Wallfahrtsfest begangen werden sollte.

Kreuzwegstationen und Grotten

Die Besonderheit von Maria Bildstein sind die weitläufigen Grotten- und Kreuzweganlagen. Es sind Zeitzeugen des späten 19. Und frühen 20. Jahrhunderts. In den Grotten aus übereinander gelegten Steinen befinden sich Darstellungen der Heiligengeschichte Jesu in Form von Glasgemälden und in den gemauerten Stationenhäuschen sind Kreuzwegbilder aus Holz. Dieser Stationenweg führt durch den Wald im weiten Bogen zum Kalvarienberg und zum Grab Jesus. Von den umliegenden Gemeinden führen auf verschiedenen Wegen die Kreuzweg-Stationen nach Maria Bildstein.

Maria Bildstein heute

Heute wird Maria Bildstein seelsorgerisch von der Benediktiner-Abtei St.Otmarsberg in Uznach betreut. Regelmässige Gottesdienste, Wallfahrten und persönliche Einkehr machen den Ort weiterhin lebendig. Mit der Sanierung wurde sichergestellt, dass Maria Bildstein auch künftig als Ort der Stille, der Wallfahrt und der Begegnung erhalten bleibt – ein spiritueller Kraftort mit über 500-jähriger Geschichte.

Bäckereimuseum - Restaurant Bretzelstube

Willkommen im Bäckereimuseum (Foto: z.V.g.)

Die Bretzelstube – familiär, schweizerisch, regional - im Restaurant gab es den Apèro und ein feiner ausgiebiger Zvieri zur vollsten Zufriedenheit aller Besucher.

Die Freude am „Bäckertum“ veranlasste Paul Wick, seit 1960 immer wieder grössere Mengen von Formen und Geräten zu sammeln und diese in seiner Freizeit zu restaurieren. Im Laufe der Zeit häuften sich die Sammelstücke, und er begann, diese in den Nebenräumen auszustellen. Die alte Backstube wurde wieder in der ursprünglichen Zustand zurückversetzt, und die restaurierten Maschinen, Geräte, Formen etc. darin ausgestellt. Zu sehen gibt es Bäckerei-, Konditorei- und Confiseriegeräte, einige 100 Osterhasenformen, verschiedene Biber- und Tirgelmodel, Arbeitsgeräte zur Getreideernte und vieles mehr.

Weitere Ausstellungsobjekte sind drei Oldtimer vom Jahrgang 1899 – 1924, alle in fahrbarem Zustand, und noch ca. 100 Modell-Oldtimer (Grösse ca. 15 – 20 cm).

Ebenso sind Werke von Kunstschlosser Louis Thum in die Ausstellung mit einbezogen. Louis Thum war in Benken wohnhaft und als Künstler weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt. Viele seiner Arbeiten hat er in den letzten Jahren gesammelt. Im Oberen Stock ist eine Ausstellung, wie anno dazumal in unserer Region „gehaust“ wurde, beispielsweise: altes Schlafzimmer, alte Stube, alte Küche, usw.

Rückfahrt mit dem Car ins Seedorf

Wir erlebten einen wunderbaren Ausflug und danken dem Seniorenteam, vor allem unserer Reiseleitung Cornelia Munz für ihre freundliche und kompetente Art. Als nächstes freuen wir uns auf die Schmerkner Geschichten von früher, den Event am Dienstag, 20. Oktober 2026, im Pfarreizentrum St. Jodokus in Schmerikon. 

Sie finden die Informationen im Pfarreiforum, auf der Homepage – www.kath-obersee.ch und in den Schriftenständen der Kirchen und Pfarreiheime.