Volksentscheid respektieren – Projekt Dorfzentrum realisieren

Gianfranco Salis empfiehlt am 27. September 2026 ein Nein zur Dorfplatz-Initiative von «Zukunft Schmerikon» und ein Ja zum per Volksabstimmung 2021 beschlossenen Dorfplatz-Projekt. Ein Neustart bringe laut ihm noch mehr Verzögerungen, Mehrkosten und den Verlust von Bundesgeldern.

Volksentscheid respektieren – Projekt Dorfzentrum realisieren
Bildausschnitt aus der Projektierungs-Grafik "Projekt Dorfzentrum“, 2021

Die Dorfplatz-Initiative vermittelt den Eindruck, mit wenigen Anpassungen lasse sich ein besseres und günstigeres Projekt verwirklichen. So einfach ist die Ausgangslage jedoch nicht.

Die Schmerkner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben im September 2021 dem Dorf- und Bahnhofplatz-Projekt sowie dem Baukredit zugestimmt. Nach jahrelanger Planung wurde damit ein klarer demokratischer Entscheid gefällt. Dieser verdient Respekt.

Die Tiefgarage ist kein beliebiger Bestandteil, den man einfach weglassen kann. Sie ist Teil des bewilligten Gesamtprojekts. Wird sie gestrichen, braucht es eine neue Planung. Anschliessend müssen die politischen Verfahren erneut durchlaufen und die Finanzierung wieder von der Bürgerschaft beschlossen werden. Von einer kleinen Korrektur kann deshalb keine Rede sein. Die Initiative verspricht eine einfache Lösung. Tatsächlich bedeutet sie einen vollständigen Neustart.

Hinzu kommt, dass die Sanierung der Kantonsstrasse noch in diesem Jahrzehnt vorgesehen ist. Das heutige Projekt wurde auf diese Arbeiten abgestimmt. Eine koordinierte Umsetzung bietet die Chance, die Belastungen für Bevölkerung und Gewerbe möglichst gering zu halten. Ein Neustart würde diese Koordination erschweren und das Projekt um Jahre verzögern.

Auch finanziell überzeugt die Initiative nicht. Sie enthält keinen konkret ausgearbeiteten Gegenvorschlag. Die bisher investierten Planungskosten gingen verloren, zugesicherte Bundesbeiträge stünden nicht mehr zur Verfügung, und ein neues Projekt müsste erst geplant und finanziert werden. Gleichzeitig steigen die Baukosten von Jahr zu Jahr.

Selbstverständlich wünschen wir uns alle ein attraktives Dorfzentrum und einen sorgfältigen Umgang mit Steuergeldern. Gerade deshalb sollte das demokratisch beschlossene und sorgfältig ausgearbeitete Projekt jetzt umgesetzt werden, anstatt wieder bei null zu beginnen.

Darum sage ich am 27. September: Nein zur Initiative – Ja zum Projekt Dorfzentrum

www.mitwirkung-schmerikon.ch

Gianfranco Salis (Foto: z.V.g.)

Von: Gianfranco Salis