Nicht Stillstand, sondern eine bessere Lösung

Horst Lüchinger wirbt in seinem Leserbrief für ein Ja zur Schmerkner Dorfplatz-Initiative am 27. September 2026. Er fordert ein Projekt mit Augenmass ohne teure Tiefgarage, um die Gemeindefinanzen zu schonen und das lokale Gewerbe durch oberirdische Kurzzeitparkplätze zu stärken.

Nicht Stillstand, sondern eine bessere Lösung
Foto Dorfplatz: Thomas Müller, 8716.ch / Foto Person: z.V.g.

Schmerikon befindet am 27. September über die Zukunft des Dorfplatzes. Das Nein-Komitee stellt die Initiative als Risiko dar: Bundesgelder gingen verloren, Planungskosten müssten abgeschrieben werden, und Schmerikon warte weitere zehn Jahre auf ein neues Zentrum. Diese Darstellung greift zu kurz.

Niemand will einen Stillstand. Auch die Befürworter der Initiative wollen einen schönen Dorfplatz. Der Unterschied liegt darin, dass wir ein Projekt mit Augenmass wollen: ohne teure Tiefgarage, ohne unnötige Risiken und ohne zusätzliche Belastung für kommende Generationen.

Bundessubventionen sind erfreulich. Aber sie sind kein Grund, ein zu grosses Projekt einfach durchzuziehen. Denn auch mit Beiträgen bleiben hohe Kosten bei der Gemeinde. Schmerikon muss den Eigenanteil, die Folgekosten und die Verschuldung selber tragen. Und auch für ein neues, reduziertes Projekt kann man beim Bund neue Subventionen beantragen, die mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit bewilligt werden.

Auch die bisherige Planung ist nicht einfach verloren. Viele Elemente können übernommen werden. Begrünung, Wasserspiel, Pavillon, Aufenthaltsqualität und Strassenführung verschwinden nicht, nur weil man auf die Tiefgarage verzichtet. Es braucht kein komplett neues Projekt, sondern eine vernünftige Korrektur.

Besonders wichtig ist mir das lokale Gewerbe. Während einer langen Bauzeit würde das Dorfzentrum stark belastet. Und nachher stellt sich die einfache Frage: Wer fährt für kurze Einkäufe in eine Tiefgarage? Für Bäckerei, Metzgerei, Dorfläden und Dienstleister sind nahe, oberirdische Kurzzeitparkplätze entscheidend.

Schmerikon braucht ein schönes Zentrum. Aber es braucht auch gesunde Finanzen. Darum sage ich JA zur Initiative.


Von: Horst Lüchinger