Blaualgen seit je her ein Thema

Blaualgen seit je her ein Thema
Foto (Symbolbild): Kanton St. Gallen

Mit dem Einzug des Frühlings und ersten sommerlichen Temperaturen entwickelt sich die Diskussion um die Blaualgen wieder. Die kantonale Fachstelle für Gewässerqualität im Amt für Wasser und Energie hat jedoch seit letztem Herbst die Thematik nie ausser Acht gelassen und immer wieder periodische Begehungen vorgenommen. Diese werden nun verdichtet, so dass wir als Gemeindebehörden zeitnah ein Bild der Situation erhalten. Zeitnah heisst jedoch nicht tagesaktuell. Es ist den Fachpersonen nicht möglich, täglich an allen Gewässern im Kanton zugegen zu sein und eine Einschätzung vornehmen zu können.

Der Kanton hat vorausschauend die Thematik aufgearbeitet und startet heute, 11. Mai 2022, eine Infokampagne.

Blaualgen | sg.ch
Blaualgen (Cyanobakterien) sind Teil unseres Ökosystems und in der Regel harmlos. Bei einem Massenvorkommen – einer Blaualgenblüte – ist das Gewässer oft verfärbt und trüb. Da manche Blaualgen Gifte produzieren können, sind dann entsprechende Verhaltensempfehlungen zu beachten.

Blaualgen sichtbar - Hinweise werden wieder angebracht

Gemäss letzter Begehung vor wenigen Tagen, sind in der Tat Blaualgen sichtbar, so auch die aufschwimmenden Krötenhäute. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um die letztes Jahr als Toxin-absondernd identifizierte Blaualge «Tychonema». Blaualgen sind seit jeher fester Bestandteil unseres Ökosystems und meist harmlos.

Für uns bedeutet dies, dass wir gemäss den Begrifflichkeiten des Kantons die Phase «Präventiv» starten, und in den nächsten Tagen wieder an den neuralgischen Punkten entsprechende Hinweise anbringen. Nach wie vor vertreten wir die Haltung, dass wir selbst in der Phase «Akut» Hunde- und/oder Badeverbote nicht als zweck- und verhältnismässig erachten und uns auf die Warnung beschränken werden. Der Mensch muss im Umgang mit Naturgefahren Eigenverantwortung entwickeln und kann diese nicht an eine Behörde delegieren.

Plakat der Präventionskampagen vom Kanton St. Gallen

Dies ist eine Mitteilung der Gemeinde Schmerikon.