Der Gemeinderat Schmerikon hat die Steuerabrechnung sowie die Jahresrechnung 2020 zur Kenntnis genommen und genehmigt. Allen voran der Immobilienhandel hat zu grossen Steuer- wie auch Gebührenerträgen geführt.

Auch die juristischen Personen führten der Gemeinde überdurchschnittliche Gewinn- und Kapitalsteuern zu. Die Corona-Pandemie hingegen hinterliess infolge Einnahmenausfällen erhebliche Spuren beim Hallen- und Seebad. Insgesamt resultierte ein Ertragsüberschuss von 1.45 Mio. Franken, trotz der Reduzierung des Steuerfusses.

Der Einfluss der Pandemie auf die Erträge und Aufwendungen der Gemeinden sind äusserst schwierig voraussehbar. Der Gemeinderat budgetiert für 2021 ein ausgeglichenes Ergebnis bei gleichbleibendem Steuerfuss von 116%.

Rechnung 2020 mit Ertragsüberschuss

Die Erfolgsrechnung des Jahres 2020 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von Fr.1'448'137 ab. Bei einem budgetierten Aufwandüberschuss von Fr. -3’500 resultiert damit eine Besserstellung von total Fr. 1'451'637. Dem Gesamtaufwand von Fr. -21'279'379 steht ein höherer Gesamtertrag von Fr. 22'727'515 gegenüber.

Diesem Ergebnis liegen insbesondere Steuer- und Gebührenerträge in allen Positionen zugrunde, die mit dem Immobilienmarkt im Zusammenhang stehen. Grundstückgewinnsteuern, Handänderungssteuern, Grundsteuern und Grundbuchgebühren zusammen trugen mit gut 1 Mio. Franken über Budget zum guten Gesamtergebnis bei.

Aber auch die juristischen Personen mit ihren Erträgen an Gewinn- und Kapitalsteuern, rund Fr. 220'000 über Budget, trugen bei. Corona-bedingt verblieben die Einnahmen aus den Hallenbadeintritten um Fr. 200'000 deutlich hinter den Erwartungen. Insgesamt blieb jedoch der Einfluss der Pandemie auf die Gemeindefinanzen (noch) bescheiden.

Die Schule, mit 8.5 Mio. Franken die grösste Ausgabenfunktion schloss mit 0.5% über Budget einmal mehr sehr budgettreu ab.

Ausgeglichenes Budget 2021 mit gleichem Steuerfuss

Die Erstellung eines zuverlässigen Budgets ist derzeit äusserst herausfordernd. Es ist eher davon auszugehen, dass sich die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie verzögert auf die Sozialhilfekosten auswirken.

Auf der Ertragsseite darf angenommen werden, dass 2020 die Einkommen und Vermögen der natürlichen Personen weiterhin, wenngleich in geringerem Ausmass, zugenommen haben. Bei den juristischen Personen wirkt sich erstmals die Unternehmenssteuerreform aus. Ob zudem die in Schmerikon angesiedelten Gewerbe- und Industriebetriebe ausgeprägt durch den Lockdown beeinträchtigt wurden, bleibt offen.

Der Immobilienmarkt, eine wesentliche Stütze, scheint offensichtlich Corona-Resistent zu sein. Hier wirkt nach wie vor das «billige» Geld. Oder gegebenenfalls auch die Neigung, in Krisenzeiten in feste Werte zu investieren.

Insgesamt ist der Gemeinderat zuversichtlich, 2021 mindestens ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen zu können.

Steuerabrechnung 2020

Die Gemeindesteuern (Steuern natürlicher Personen) schlossen mit gut 10.84 Mio. Franken trotz um 3% reduziertem Steuerfuss um Fr. 418'000 besser als im Vorjahr ab. Dies ist auf eine um 4.4% gestiegene einfache Steuer zurückzuführen.

Das Gesamtergebnis wird jedoch insbesondere durch die weiteren Steuern erheblich im positiven Sinne korrigiert. Mit 2.56 Mio. Franken liegen die Anteile an den Kantonssteuern um Fr. 420'000 über Vorjahr. Erwartet worden war hingegen ein Rückgang gegenüber den bereits sehr guten Vorjahreszahlen. Der Immobilienmarkt entwickelt sich sehr stabil und wird gleichzeitig durch eine hohe Bautätigkeit angetrieben. Die Grundstückgewinnsteuern mit 1.22 Mio. Franken und die Handänderungssteuern mit Fr. 921'000 erreichten Rekordwerte. Die Steuern der juristischen Personen übertrafen mit 1.04 Mio. Franken die Erwartungen ebenfalls bei weitem.