Wer soll das bezahlen

Zweifelhafte Zahlen, ein drohender Schuldenberg und klamme Gemeindekassen: Das Komitee «Zukunft Schmerikon» warnt im Abstimmungskampf vor den möglichen Kosten des Dorfplatzprojekts und fordert ein klares Ja zur Initiative – sonst drohe eine massive Steuererhöhung.

Wer soll das bezahlen
Foto (Archivbild, 2021): Thomas Müller, 8716.ch

Falsche Annahmen führen zu falschen Resultaten: Das Gegnerkomitee operiert mit zweifelhaften Zahlenspielereien. Am Schluss bezahlen so oder so wir Steuerzahler.

Im Abstimmungsbüchlein steht, dass das bisherige Millionenprojekt jährliche Kosten von 300’000 Franken verursachen würde. Dies bei einer Annahme von 1,5 % Zins während der nächsten 50 Jahre! Das ist natürlich gefährliches Wunschdenken.

Fakt ist zudem, dass während 50 Jahren 250’000 Franken jährliche Amortisationskosten anfallen würden, also Ausgaben für die schrittweise Rückzahlung des aufgenommenen Kredits. In den ersten Jahren wäre die Zinsbelastung demnach bedeutend höher.

Unser Schuldenberg

Die Gemeinde Schmerikon weist ein strukturelles Defizit von rund einer Million Franken aus. Wie also sollen wir nun zusätzlich noch mindestens 300’000 Franken Zinskosten für das Millionenprojekt aufbringen? Damit würde unser Finanzhaushalt völlig aus dem Ruder laufen.

Schmerikon ist in den letzen fünf Jahren im Schuldenranking auf den 68. Platz von 75 St. Galler Gemeinden abgerutscht! Ein deutliches Warnsignal, dass wir uns keine Luxusprojekte mehr leisten können.

Der Griff in unser Portemonnaie

Wer nicht JA stimmt für die Initiative, muss damit rechnen, dass der Gemeinderat am 28. September bereits einen Nachtragskredit von 4,8 Millionen beantragt, was der Bauteuerung entsprechen würde.. Und an der nächsten Gemeindeversammlung würde dann der unausweichliche Antrag für eine massive Steuererhöhung folgen. Man kann ja schliesslich die Gemeinde nicht bankrott gehen lassen…

Verkehrte Verkehrspolitik

Die Planungen für das Dorfplatzprojekt begannen bereits im letzten Jahrhundert. Heute versucht keine Gemeinde mehr Langzeitparkplätze mitten im Zentrum zu verlochen. Eine millionenschwere Tiefgarage direkt vor der historischen Häuserzeile ist ein völlig falscher Ansatz. Anstatt Verkehrsprobleme zu lösen, schafft man neue mit einer gefährlichen Ein- und Ausfahrt direkt auf die Hauptstrasse vor den Läden und Geschäften. Es gäbe praktisch keine oberirdische Kurzzeitparkplätze auf dem Dorfplatz und sogar die Parkplätze vor Seehof und Denner würden verschwinden. Wem also unsere Dorfläden und Gaststätten am Herzen liegen, stimmtjetztmit Überzeugung JA zur Initiative Zentrumsgestaltung.

Ihr Portemonnaie wird es Ihnen danken.

Initiativkomitee «Zukunft Schmerikon»

ragen wir Sorge zu Schmerikon und unseren Finanzen. (Bild: z.V.g.)

Von: Hansjörg Dietiker, Initiativkomitee «Zukunft Schmerikon»