Zur Dorfplatzabstimmung in Schmerikon vom 27. September 2026
Millionenschulden für kaum mehr Parkplätze: Die SVP Schmerikon kritisiert die geplante Zentrumstiefgarage scharf. Die massive finanzielle Belastung führe zu Steuererhöhungen zulasten kommender Generationen. SVP-Präsident Stefan Wäckerlin ruft daher zu einem klaren Ja an der Urne auf.
In der Medienmitteilung vom Gemeinderat vom 25. November 2025 hiess es, die Umsetzung der Zentrumsgestaltung sei eine Investition in die Zukunft Schmerikons.
Ja, in einen Dorfplatz – aber bestimmt nicht auch noch in eine Tiefgarage. Diese unnötige Investition belastet nicht nur die politische Rechnung der Gemeinde, sondern auch mehrere Jahre wenn nicht Jahrzehnte mit Schulden. Wir bestimmen, was die künftigen Jugendlichen zahlen müssen.
Wem nützt eine millionenschwere Tiefgarage im Dorfzentrum? Könnt ihr mit eurem Gewissen vereinbaren, dass auch ihr privat für 3 Parkplätze mehr (205 best. auf 208 neu) als bisher, ca. 7 Mio. Franken ausgeben würdet? Oder anders gefragt, wärt ihr bereit für einen privaten Parkplatz in dieser Tiefgarage ca. Fr. 100'000 oder mehr zu bezahlen? (70 PP in UNG)
Seit der damaligen Abstimmung ist viel Zeit vergangen und der Baukostenindex ist gestiegen. Heisst wir sprechen bereits jetzt von ca. 15 Millionen, ohne die eventuellen Subvention vom Bund sind wir vermutlich immer noch bei ca. 10 bis 12 Millionen, die die Gemeinde schlicht und einfach nicht hat, sondern von Banken aufnehmen muss. Bei nur schon 10 Mio. liegen wir bei Fr. 200'000 an jährlichen Bankzinsen (je nach Laufzeit vom Kredit). Dazu kommen noch die Abschreibungen nach Vollendung. Also einer Belastung von sicher mehr als Fr. 300'000 im Jahr und dies bei einem strukturellen Jahresdefizit. Von einer Refinanzierung (Rückzahlung der Bankkredite) sprechen wir hier noch gar nicht.
Wenn wir für einen Parkplatz Fr. 100'000 von der Bank für 10 Jahre aufnehmen und dafür sagen wir 2 % Zins bezahlen müssten, wären das Fr. 2'000 im Jahr. Wenn wir diese Fr. 100'000 innerhalb von 10 Jahren zurückzahlen wollen, müssten wir Fr. 12'000 pro Jahr aufwenden. Das heisst: Fr. 2'000 Zins plus Fr. 10'000, die wir jedes Jahr zur Seite legen, damit nach 10 Jahren diese Fr. 100'000 zusammen sind. Rechnen wir das Ganze nun mit Fr. 10'000'000 durch.
Bei einer nächsten Bürgerversammlung müssten also alle Befürworter dann auch bei einem Steuerfusserhöhungsantrag das Rückgrat haben und zu 10 % oder noch mehr JA sagen!
Vergesst dabei aber nicht an die Jugendlichen und die älteren Menschen zu denken! An Mieter, die wegziehen können, an Eigentümer, gute Steuerzahler die plötzlich kein Interesse mehr an Schmerikon haben. Vergesst bitte auch nicht, dass weitere Projekte und Sanierungen wie z.B. das Hallenbad, die Schulhäuser oder die Umfahrungsstrasse noch anstehen. Wie wollt ihr bzw. die Gemeinde Schmerikon, das alles finanzieren?
Die Aussage, die Gemeinde Schmerikon kann sich das mit 3 Steuerprozent finanzieren, stimmt schlicht weg nicht. 3 % in Schmerikon entsprechen etwa Fr. 300'000 Steuerertrag. Und da nützt auch ein Eigenkapital oder eine Rückstellung herzlich wenig, das sind keine flüssigen Mittel, die zur Verfügung stehen.
Selbst zum Antrag für 3 % Steuerfusserhöhung hat das Stimmvolk an der Bürgerversammlung NEIN gesagt. Darum ein klares JA für diese Abstimmung.
Stefan Wäckerlin
Präsident SVP Schmerikon.