Ein neuer Kapitän für die Schmerkner Pontoniere

Wachablösung bei den Pontonieren Schmerikon An der 110. HV übergab Werner Brunner nach 12 Jahren das Präsidium an Stefan Fritsch. Neben Ehrungen für bis zu 50 Jahre Treue feierte der Verein den Sektionssieg am EPW 2025. Zudem wurden eine neue Fahne sowie die Reise nach Malta beschlossen.

Ein neuer Kapitän für die Schmerkner Pontoniere
Schmerkner Pontonier HV in Vereinslokal (Foto: z.V.g.)

Die 110. Hauptversammlung der Pontoniere Schmerikon fand traditionsgemäss am dritten Samstag im Januar, am 17. Januar 2026, im Vereinslokal bei der Grynau statt. Wie es seit jeher Brauch ist, wurde die Versammlung feierlich mit dem gemeinsamen Singen des «Seebuebelieds» eröffnet.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft

Ein fester Bestandteil jeder Hauptversammlung ist die Ehrung jener Mitglieder, die dem Vereinüber viele Jahre hinweg die Treue gehalten haben. Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Andreas Kuster, Markus Näf und Marius Baumer geehrt. August Kuster durfte für 40 Jahre, Angelo Baggenstos gar für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. Sie werden an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Pontoniersportverbandes noch offiziell geehrt werden.

Grosse Wechsel im Vorstand

An dieser Hauptversammlung standen bedeutende Veränderungen im Vorstand an. Drei langjährige Vorstandsmitglieder traten von ihrenÄmtern zurück.

Nach 12 Jahren legte Werner Brunner sein Amt als Präsident nieder. In den vergangenen Jahren war er besonders stark gefordert, da er neben dem Präsidium des Vorstandes auch das OK-Präsidium des 42. Eidgenössischen Pontonierwettfahren (EPW) 2025 innehatte, welches Ende Juni 2025 erfolgreich an der Grynau durchgeführt wurde. Als Anerkennung für sein ausserordentliches Engagement und seine langjährige Präsidentschaft wurde Werner Brunner zum vierten Ehrenpräsidenten in der Vereinsgeschichte ernannt. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Stefan Fritsch, der bereits früher als Jungfahrleiter im Vorstand tätig war.

Clemens Müller (likns) bedankt sich bei Werner Brunner für die geleistete Arbeit (Foto: z.V.g.)

Ebenfalls zurück trat der langjährige Aktuar Michael Helbling zurück. Während insgesamt 17 Jahren war er in verschiedenen Funktionen im Vorstand aktiv. Seine Nachfolgeübernimmt Thomas Stucki.

Zuletzt erklärte auch Manuel Kistler, bisher Vizefahrchef und Beisitzer, seinen Rücktritt. Er hatte dieses Amt seit 2020 inne und war zuvor unter anderem Jungfahrleiter sowie Präsident. Als Fahrchef Stv. führte er die zweite Sektionsgruppe und trug massgeblich dazu bei, dass die Pontoniere Schmerikon am EPW 2025 den Sektionstitel zurück nach Schmerikon holen konnten.

Seine Nachfolge tritt Bruno Kuster an, der zuvor als Pressechef tätig war. Dieses Amt konnte erfreulicherweise an seinen Bruder Philipp Kuster weitergegeben werden.

Erfolgreiches 42. Eidgenössisches Pontonierwettfahren 2025

Im Rahmen der Hauptversammlung wurde auch das Schlussfazit zum 42. Eidgenössischen Pontonierwettfahren 2025 gezogen. Das Fest stellte den sportlichen und organisatorischen Höhepunkt des Vereinsjahres 2025 – ja sogar der Vereinsgeschichte – dar und konnte die Erwartungen der Vereinsmitglieder auch in sportlicher Hinsicht erfolgreich erfüllen.

Neue Vereinsfahne

Der Vorstand präsentierte der Versammlung zudem den Gestaltungsvorschlag zur Anschaffung einer neuen Vereinsfahne. Die bestehende Fahne aus dem Jahr 1972 hat ihre besten Tage hinter sich und soll nach der Fertigstellung der neuen Fahne in den verdienten Ruhestand treten. Die neue Vereinsfahne wird in sorgfältigster Schweizer Handarbeit gefertigt und hat eine Lieferfrist von rund neun Monaten.

Für die Vereinsreise 2026 wurden drei Varianten vorgestellt: eine Mittelmeerkreuzfahrt, Porto sowie Malta. Die Abstimmung fiel klar zugunsten von Malta aus. Die Reise ist für Ende Oktober 2026 geplant.

Aufnahmen, Ehrungen und Abschiede

Neu in den Verein aufgenommen wurde die Jungfahrerin Barbara Kuster, welche in diesem Jahr ihr 16. Altersjahr erreichen wird. Daneben durften die Pontoniere Schmerikon drei besondere Aufnahmen bekanntgeben: Alois Wey, Paul Forrer und Fritz Stucki wurden aufgrund ihrer ausserordentlichen und teils jahrzehntelangen Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt. Als Anerkennung für diese geschätzten Dienste wurden sie nun offiziell in den Verein aufgenommen.

Die Versammlung gedachte zudem in einer Schweigeminute der im Jahr 2025 verstorbenen Veteranen Cölestin Müller und Arthur Wespe.


Von: Philipp Kuster, Pontoniere Schmerikon