Kantonsrätin und Nationalratskandidatin Elisabeth Brunner-Müller aus Schmerikon hielt am Dienstag 17.09.2019 im Kantonsrat St. Gallen ein flammendes Votum für mehr Freiheit und Eigenverantwortung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Das Votum als Tondatei gibt es hier (ratsinfo.sg.ch).

Für Leser eine Abschrift angefertigt von Thomas Müller.

Titelbild (Symbolbild): Elisabeth Brunner-Müller an der Nominationsversammlung für die Kantonsratskandidatinnen


Geschätzer Herr Vizepräsident, geschätzte Mitglieder von Regierung und Rat

Ich wollte eigentlich nicht sprechen zu diesem Thema, aber ich will ihnen bekanntgeben, ich bin aus Überzeugung am 14. Juni nicht auf die Strasse gegangen.

Wir haben Ungleichgewichte und die sind wir dauernd am korrigieren. Ich bin selbst verantwortlich wie ich mein Leben lebe und wie ich meine Rechte einfordere. Ich bin jetzt im Wahlkampf als Gemeindepräsidentin. Im Linthgebiet werde ich dann die Zweite und es werden weitere folgen.

Wir Frauen müssen uns selber trauen unsere Rechte einzufordern. Wenn ich Frauen in der Politik frage, wenn ich Frauen fördern will in x Sachen, sie lehnen oft ab. Aus welchen Gründen auch immer.

Ich übernehmen die Verantwortung mit meinem Partner zuhausen, wo wir unsere Kinder betreuen, weil wir haben heute genügend und tolle Institutionen. Ob mein Mann zuerst die Karriere macht und ich nacher oder umgekehrt entscheiden wir als Familie. Ob wir beide Karriere machen und das Kind fremd betreuen, entscheiden wir als Familie. Ich will nicht dass mir das der Staat vorschreibt, dort viel Frauen dort wenig.

Schauen wir uns den Lehrberuf an. Primarlehrer - wieviele Männer haben wir dort? Ich hätte gerne Männer gehabt für meine Kinder, aber sie waren nicht da. Sollen wir diese Quote vorschreiben - "Wir brauchen Männer weil der männliche Anteil fehlt"?

Nein, es ist die freie Entscheidung, der freie Markt der dies regelt.