Geschätzte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Schmerikon

Selbst wohne ich zwar nicht in Schmerikon, aber in einem ähnlichen kleinen Dorf. Das Thema rund um das Hundeverbot am Aabach in Schmerikon habe ich aber immer mit grossem Interesse verfolgt.

Von: Roland Hofmann, Kaltbrunn

Der Gemeinderat von Schmerikon verfügt ein Hundeverbot an einem Abschnitt am Aabach und die Leinenpflicht als Resultat des Rekurses der Hundehalter ist sicher ein guter Kompromiss. Die Hunde dürfen Richtung Norden ohne Leine ins Wasser gelassen werden. Dies wurde jedoch erst auf erneuten Druck der Hundehalter klargestellt.

Nun verkündet der Gemeinderat von Schmerikon eine Änderung des aktuellen Polizei Reglement. Neu sollen private Sicherheitsfirmen das Recht bekommen Personen in Schmerikon zu büssen obwohl Sie gemäss Gesetzt gar kein Recht haben einen Ausweis von einem Bürger zu verlangen.

Da dieses erneut einfach zu weit geht, ergreifen Bürgerinnen und Bürger von Schmerikon erneut das Referendum und das ganze wird jetzt an der Urne entschieden.

Warum hat sich der Gemeinderat nicht von Anfang an mit allen Beteiligten an einen Tisch gesetzt und die Problematik diskutiert um gemeinsam einen Weg für alle zu suchen? Schmerikon ist als Seedorf in seiner Grösse ganz sicher überschaubar. Da müsste es doch möglich sein solche Probleme zu lösen. Ohne, dass damit Steuergelder für Anwaltskosten, Stellungnahmen, Abstimmungsbüchlein, usw. verschwendet werden. Schlussendlich sind Steuergeld ja von den Bürgerinnen und Bürger die in Scherikon wohnen und sollten für sinnvollere Zwecke eingesetzt werden.

Deshalb frage ich mich, geht es hier dem Gemeinderat wirklich noch um die Sache? Wurden hier nicht einfach auch wieder einmal Steuergelder verschwendet? Warum sollte jemand eine Änderung des Polizeireglements annehmen. Denn ohne, dass diese private Sicherheitsfirmen eine Befugnis für Ausweiskontrollen hat, nützt das niemandem was?

Klaren Kopf behalten und NEIN stimmen. Es lohnt sich vielleicht, bei den nächsten Wahlen etwas genauer hinzuschauen. Dann kann man das Kreuz irgendwo anders machen, als unsinnige Politik weiter zu unterstützen.

(Titelbild/Symbolbild: Anwaar Ali)


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