Am 14. Juni werde ich am Arbeiten sein und nicht am demonstrieren und dies aus Überzeugung. Für mich ist ein gleichberechtigte Zusammenleben der Grundstein für eine funktionierende Gesellschaft.

Wenn ich gleichberechtigtes Leben fordere, muss ich ebenso bereit sein zu geben... Alter, Militär und Rechtslage bei Trennungen sind einige Beispiele bei welcher Gleichberechtigung auch bei den Männern nicht vollzogen wird, ebenso sind bei der Gleichstellung von sexuell anders orientierten Menschen Defizite vorhanden.

Ich kann die intensive Forderung bei der Lohngleichstellung voll und ganz unterstützen - gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Ebenso gibt es viele Sparten bei denen Löhne am Existenzminimum sind. Es kann nicht sein, dass für 100% Einsatz von guter Arbeit, zum Beispiel Floristen, Pflegenden, Verkauf um nur einige zu nennen, das Leben knapp gemeistert werden kann und in der Vorsorge für das Alter grosse Defizite entstehen. Da braucht es Lösungen und ein klares Ja und Arbeiten, für Veränderung, doch ob da eine Demo das richtige Mittel ist? Ich sage klar nein!

Wir wollen für die Produkte nichts bezahlen, alles ist uns zu teuer doch diese billig Strategie schwächt die Unternehmen und lassen leider oft keine anderen Löhne zu.

Die Lohnungleichheit von Frauen und Männern vor allem in Kaderpositionen erfordert, dass wir Frauen unseren Wert kennen und diesen mit selbstbewusster Überzeugung einfordern. Bei der ganzen Diskussion von Gleichstellung wird oft vergessen, dass wir verschieden sind, „zum Glück!“ von der Natur perfekt geplant um uns zu ergänzen.

Wir Frauen und Männer haben verschiedene Qualitäten, Kompetenzen, und Fähigkeiten diese zu nutzen und einzusetzen, lässt eine optimale Ergänzung zu, die gegenseitige Wertschätzung und Achtung ist der Schlüssel für ein gleichberechtigtes, wertschätzendes Leben als funktionierende Gesellschaft.

Kantons- und Gemeinderätin
Elisabeth Brunner-Müller