Im Zeitraum zwischen dem 11. und 22. April 2018 finden im Bereich der Einflugschneisen des Flughafens Zürich während drei bis vier Nächten erneut LIDAR-Vermessungsflüge im Auftrag des Bundesamtes für Landestopografie swisstopo statt. Das teilweise während der Nacht beflogene Gebiet, erstreckt sich von Stein am Rhein (SH) im Norden bis Reichenburg (SZ) im Süden und bis ins Toggenburg bei Ebnat-Kappel im Osten.

Von: Ruedi Bösch, Kommunikation swisstopo

Die sogenannten LIDAR-Daten (Luftaufnahmen mit Laserscanning) werden aus der Luft, das heisst aus einem Flugzeug und teilweise, in den alpinen Gebieten, mit einem Helikopter erhoben. In den Kantonen AI, AR, GL, SG, SH, SZ, TG, ZG, ZH und dem Fürstentum Liechtenstein finden die Flüge seit Herbst 2017 statt und dauern bis im Frühling 2018. Die Flughöhe liegt in der Regel bei etwa 900 Metern über Boden.

Vereinzelte Nachtflüge unumgänglich

Abhängig von den Flugbewilligungen und vorab im Bereich der Einflugschneisen des Flughafens Zürich müssen vereinzelte Messflüge auch in der Nacht durchgeführt werden. Dies ist nötig, um den regulären Linienflugbetrieb nicht zu beeinträchtigen.

Im Zeitraum zwischen dem 11. und 22. April 2018 finden die Messflüge in einem Perimeter zwischen Stein am Rhein (SH) im Norden bis Reichenburg (SZ) im Süden statt. Im Osten reicht der Perimeter bis auf die Höhe von Ebnat-Kappel. Dabei werden in drei bis vier Nächten Messflüge unumgänglich sein.

Der genaue Flugperimeter ist im Internet einsehbar (siehe dazu Weiterführende Links am Ende der Medienmitteilung). Wo genau und wann geflogen wird, ist von den Flugbewilligungen der Flugsicherung Skyguide, vom Wetter, von der Vegetation und von der Schneehöhe in den verschiedenen Höhenlagen abhängig.

Für die Messflüge im April 2018 wird ein zweitmotoriges Propellerflugzeug vom Typ Piper Seneca PA 34 eingesetzt. Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo und die für die Flüge beauftragte Firma MILAN Geoservice GmbH bitten um Verständnis für kurzeitig auftretende nächtliche Lärmemissionen.

Grundlage für hochpräzise digitale Höhenmodelle

Für die Bedürfnisse von Bund und Kantonen werden in den Jahren 2017 bis 2023 schweizweit sogenannte LIDAR-Daten beschafft. Zur Durchführung der Arbeiten beauftragt das Bundesamt für Landestopografie swisstopo spezialisierte private Firmen. Aus den LIDAR-Daten entstehen hochpräzise, digitale Höhenmodelle, die den Kantonen dann unentgeltlich zur Verfügung stehen. Digitale Höhenmodelle werden beispielsweise zur Berechnung von Hangneigungen, zum Erstellen von Gefahrenkarten, für Lärmkataster, für Volumenberechnungen oder in der Raumplanung eingesetzt.

(Bild: Arpingstone, wikipedia)