Die Saison der Pontoniere ist vergleichsweise kurz. Jeweils Ende März / Anfangs April werden die Boote eingewassert, Ende September werden sie wieder ausgewassert, geputzt und eingelagert. Zwischendurch bestreiten die Pontoniere plus/minus 5 Wettkämpfe, verteilt auf die Monate von Mai bis August. Wer denkt, die Schmerkner Pontoniere gehen danach gemeinsam mit ihren Booten in den Winterschlaf, der hat sich getäuscht.

Depotumbau durch zahlreiche Frommarbeit

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Die Tage wurden kürzer, die Temperaturen kälter, der Wasserstand der Linth tiefer, die Trainings der Schmerkner Pontoniere spärlicher. Als das letzte Wettfahren der letzten Saison vorbei war, fand man nur noch wenige Nasen im Depot der Schmerkner Pontoniere. Einzig die Jungpontoniere (bis 21 jährig) trainierten noch für ihre Jungpontonierprüfung und vereinzelte Aktivpaare liessen die Saison mit gemütlichen Ruderfahrten ausklingen.

Es war verglichen mit dem Jahr zuvor und der durchgeführten Schweizermeisterschaft eine ruhige Saison, doch die grösste „Büez“, der Depotumbau, stand noch bevor.

Seit 1960 ist das Depot oberhalb der Grynau das zuhause der Schmerkner Pontoniere.
Das etwas in die Jahre gekommene Gebäude war schon Schauplatz unzähliger Anlässe.
Hauptversammlungen, Klausabende, Vorstandsitzungen, Wettfahren, Geburtstage, Fischessen, ja sogar Hochzeiten wurden im, respektive um das Depot durchgeführt.

An der Generalversammlung letzten Jahres wurde die definitive Renovation des Depots beschlossen.
Mit Hilfe einer internen Baukommission, unter der Leitung von Michael Wespe, wurden in diversen Sitzungen die angesammelten Mängel am Depot analysiert und auch gleich Sanierungsvorschläge ausgearbeitet. Die seit Mitte Oktober gestartete Renovation befindet sich nun langsam aber sicher im Endspurt.

Wände wurden herausgeschlagen, Durchgänge zugemauert, Türen, Fenster und Garderobenschränke ersetzt, ein neuer Fussboden wurde ausgelegt, Wände und Decken neu isoliert, die Dusche wurde komplett erneuert, die Sanierungsliste ist lang, ja sie könnte noch länger sein. Doch die Seebuben mussten Prioritäten setzen und in dieser Etappe das Hauptaugenmerk auf den alten Depotteil richten.

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Unzählige Samstage wurden geopfert, aber auch unter der Woche nach dem Feierabend wurde noch im Depot gekrampft. Die Mitglieder der Pontoniere Schmerikon investierten Unmengen von Stunden in den Depotumbau. Spätestens zum Start der neuen Saison Mitte März, sollen die Depotarbeiten vorerst abgeschlossen sein. Man darf auf den neuen Anschliff gespannt sein.

Attraktives Winterprogramm

Als Ausgleich zur ausserordentlichen Depotsanierung bieten die Schmerkner Pontoniere ihren Mitgliedern ein vielseitiges Winterprogramm an.

Einmal pro Woche findet das Hallentraining statt, wobei es dort hauptsächlich um Spiel und Spass geht. Immer dem Motto getreu, wer rastet rostet.

Für die Hartgesottenen Pontoniere stehen auch den Winter durch Übersetzboote bereit, damit sie ihre Ruderschläge auf dem Wasser absolvieren könne.
Zudem finden diverse gesellige Anlässe statt. Von Vollmondwanderung, über Wildessen oder ein Besuch im Bodypump, es ist stets für jedermann/frau etwas dabei um sich auch in den kalten Monaten bei Laune zu halten.
Nicht einmal mehr einen Monat und schon beginnt die Saison wieder von neuem.

Der Saisonhöhepunkt steht bereits fest, vom 29.6.18 – 1.7.18 findet in Bremgarten das 40. Eidgenössische Pontonierwettfahren statt.

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(Von: Stefan Fritsch, Pontoniere Schmerikon)