Initiative zur Zentrumsgestaltung in Schmerikon

Wegen drückender Schulden fordert das Komitee „Zukunft Schmerikon“ per Initiative eine Neuabstimmung zur geplanten Zentrumsgestaltung samt Tiefgarage. Seit dem knappen Ja 2021 habe sich die Finanzlage drastisch verschlechtert, weshalb das 15-Millionen-Projekt heute untragbar sei.

Initiative zur Zentrumsgestaltung in Schmerikon
Foto: z.V.g.

Das Komitee „Zukunft Schmerikon“ lanciert eine Initiative, um angesichts veränderter finanzieller Rahmenbedingungen eine erneute Abstimmung über die Zentrumsgestaltung, die Ortsdurchfahrt und die Tiefgarage zu ermöglichen.


„Zukunft Schmerikon“ ist eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine ausgewogene Entwicklung von Schmerikon einsetzen. Ihr Ziel ist ein starkes Schmerikon mit hoher Lebensqualität, ohne die Gemeindefinanzen zu überlasten.

Vor diesem Hintergrund startet die Gruppe eine Initiative. Diese verlangt, dass die Bevölkerung über die geplante neue Zentrumsgestaltung mit Ortsdurchfahrt und die Tiefgarage nochmals entscheiden kann. Nächste Woche startet dazu die Unterschriftensammlung (www.zukunft-schmerikon.ch).

Der ursprüngliche Baukredit in Höhe von CHF 12’372’000 wurde im Jahr 2021 nur knapp angenommen. Seither hat sich die finanzielle Ausgangslage der Gemeinde jedoch deutlich verändert. Die Gesamt- und Pro-Kopf-Verschuldung im Vergleich zu anderen Gemeinden ist überdurchschnittlich hoch.

An der Gemeindeversammlung vom 30. März wurde der Antrag des Gemeinderats für eine Steuererhöhung klar abgelehnt. Ein deutliches Zeichen, dass die Stimmberechtigten Sparmassnahmen und nicht Steuererhöhungen wollen.

Die bisherige negative Entwicklung der Eigenfinanzierung führt bei jeder weiteren Investition zwangsläufig zur Erhöhung der Nettoneuverschuldung. Schmerikon leidet unter einer Schuldenlast von rund 17 Millionen Franken. Das Projekt für die Zentrumsgestaltung würde mit mindestens 15 Millionen praktisch eine Verdoppelung des Schuldenbergs verursachen. Unter diesen Voraussetzungen ist das Projekt Dorfplatzgestaltung aus Sicht der Initianten aktuell nicht mehr tragbar.

Die Initiative zielt deshalb darauf ab, den Beschluss von 2021 aufzuheben und eine neue Beurteilung unter den heutigen finanziellen Bedingungen zu ermöglichen. Die Bevölkerung soll auf aktueller Grundlage nochmals über die Zukunft des Dorfzentrums entscheiden können.

Die Initianten betonen, dass es sich dabei nicht um ein Misstrauensvotum gegenüber den Behörden handelt. Vielmehr gehe es darum, den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen und gemeinsam eine finanziell verantwortbare Lösung für Schmerikon zu finden.

Weitere Informationen www.zukunft-schmerikon.ch


Von: Hansjörg Dietiker, Zukunft Schmerikon