Sternsinger & Flyer: Vorwürfe werden entschieden zurückgewiesen
Sternsinger haben nichts mit den Flyern für die Filmvorführung «Macht und Ohnmacht» zu tun.
Das Seelsorgeteam der Seelsorgeeinheit Obersee und der Kirchenveraltungsrat weisen die in Linth24 gemachten Vorwürfe im Artikel «Sternsinger für Politpropaganda missbraucht. Flyer zur Konzernverantwortungsinitiative sorgt in Schmerikon für Ärger» vom 5. Januar 2026 entschieden zurück. Die Sternsinger haben nur Flyer zur Sternsingeraktion verteilt. Es entspricht nicht der Wahrheit, dass Kinder, die im Dorf als Sternsinger unterwegs waren, auf ihrer Tour zugleich Flyer für die Filmvorführung «Macht und Ohnmacht» verteilt haben. Eine solche Instrumentalisierung der Kinder und der Sternsingeraktion wäre tatsächlich scharf zu verurteilen. Es kam aufgrund einer nicht geplanten unglücklichen Gleichzeitigkeit zum Missverständnis. In Schmerikon und Gommiswald wurden die Flyer von privaten erwachsenen Personen verteilt, in Uznach erfolgte der Versand per Post.

Im Zusammenhang mit der Sternsingeraktion in Schmerikon waren seit Freitag Sternsingerkinder mit jeweils einer erwachsenen Begleitperson unterwegs. Wo niemand zu Hause war, wurde ein Handout zur Sternsingeraktion in die Briefkästen gelegt. Es fand keine Verteilung von Flyern zur geplanten Filmveranstaltung durch die Sternsinger statt. Die zeitliche Überschneidung zwischen dem Einwurf der Sternsinger-Handouts und der separaten Flyerverteilung war unglücklich. Der Vorwurf einer Instrumentalisierung von Kindern wird auch von Seelsorgeteam der Seelsorgeeinheit Obersee und dem Kirchenverwaltungsrat klar und entschieden zurückgewiesen und verurteilt.
Das Seelsorgeteam nimmt zur unglücklichen Vermischung der unterschiedlichen kirchlichen Initiativen Stellung
Zunächst gilt es festzuhalten, dass die Konzernverantwortungsinitiative von Umwelt- und Menschenrechtsverbänden sowie Hilfswerken lanciert wurde. Der Film, für den Werbung gemacht wurde, hat zum Ziel, auf bestehende Missstände aufmerksam zu machen und eine fundierte gesellschaftliche und politische Diskussion zur Konzernverantwortungsinitiative vorzubereiten. Das Team der Seelsorgeeinheit Obersee unterstützt die Filmveranstaltung, weil sie die Hintergründe der Initiative beleuchtet und verständlich aufzeigt, weshalb sie ergriffen wurde. Der Film sollte der Information und Sensibilisierung dienen und als Vorbereitung für eine sachliche politische Diskussion verstanden werden. Im Anschluss an die geplante Filmvorführung ist ein Apéro vorgesehen, der Raum für persönlichen Austausch und Gespräche bietet.
Eine Unterstützung parteipolitischer Kampagnen war vom Team nicht beabsichtigt, auch wenn die Veranstaltung gemeinsam mit der evangelischen Kirchgemeinde, dem Claro Weltladen Uznach, den Grünen und der SP organisiert wurde, bewusst im Vorfeld der Abstimmungslancierung. Grundsätzlich hätten auch weitere Parteien die Möglichkeit zur Mitwirkung gehabt; Parteipolitik war nicht Ziel der Veranstaltung. Die Zusammenarbeit und insbesondere das gemeinsame Auftreten mit mehreren Logos auf demselben Flyer haben sich rückblickend als ungeschickt erwiesen. Dafür entschuldigt sich das Team ausdrücklich.
Bettina Flick, Seelsorgeeinheit Obersee