30 Jahre Volleyball mit Herzblut

30 Jahre Volleyball mit Herzblut
Der VBC Linth im Trainingslager (Baden 2021) (Foto: z.V.g.)

Der VBC Linth feiert sein Jubiläum – mit Sport und Spass

Am 21. Mai 2022 feiert der Volleyballclub Linth sein Jubiläum: Am Vormittag ist ein KidsVolleyball-Turnier, am Nachmittag spielen Junior:innen und Erwachsene in den Kategorien «Ambitioniert» und «Plausch». Den Abschluss bildet die Abendveranstaltung mit «special act». Für Sport und Spass ist also gesorgt.

KidsVolley-Team an einem externen Turnier

1992 wurde aus dem VBC Schmerikon der VBC Linth, dessen Einzugsgebiet sich von Rapperswil-Jona bis nach Schänis erstreckt, zumindest definiert sich der Club so. Tatsächlich kommen aber heute auch Volleyballer des VBC Linth aus Chur und Untervaz jede Woche ins Training nach Eschenbach, Schmerikon oder Uznach. Die gute Mischung aus Sport mit gesundem Ehrgeiz und Spass passt ihnen so gut, dass sie den Weg auf sich nehmen.

Das Titelbild des aktuellen Bulletins: 30 Jahre VBC

Der VBC Linth hat seine Nische gefunden, zwischen dem professionellen TSV Jona, der national erfolgreich ist, und Voleschi, dem noch kleineren Volleyballclub in Eschenbach. Momentan spielen 5 Mannschaften (3 Damenmannschaften, 1 Herrenmannschaft und ein Mixed-Team) in den regionalen Ligen, bis hin zur zweiten Liga der Damen; die 2 Juniorinnen-Mannschaften messen sich – recht erfolgreich –  in Turnieren, die der GSGL veranstaltet, die regionale Organisation von Swiss Volley. Den Nachwuchs bildet man in den Volleyballschulen in Schmerikon und Kaltbrunn aus.

Die Mannschaftsstruktur des VBC Linth

Unser Erfolgsrezept: die gute Mischung

Im VBC Linth sind Volleyballer:innen, die in erster Linie Spass am Volleyball haben. Wer hier spielt, weiss, dass sie/er den Sprung in die Nationalliga nicht schaffen wird – Ehrgeiz mit Mass, so ist man versucht zu sagen. So gibt es in der zweiten Liga der Damen wohl keine Mannschaft ausser dem VBC Linth, die nur ein Training pro Woche hat… Sie kann sich trotzdem in der zweiten Liga halten oder schafft nach einem Abstieg immer wieder sofort den Aufstieg.

Saisonstartfest: intern gemischte Teams beim Spiel

Umgekehrt ist klar: Beachvolleyball-Turnier im Juni, Saisonstartfest im August, Trainingslager im September und bei einigen Mannschaften auch ein gemeinsames Ski-Weekend – der gemeinsame Spass darf nicht zu kurz kommen.

Beachvolleyballturnier: immer im Juni in der Badi Schmerikon

Eine gesunde Grösse

Damit immer wieder Nachwuchs für die Mannschaften da ist, investiert man in Volleyballschulen, die in diesem Jahr sogar Wartelisten führen mussten – so gross war die Nachfrage. Seit den Frühlingsferien hat man deshalb auch eine zusätzliche Mannschaft zwischen den Volleyballschulen und den Junior:innen ins Leben gerufen. «Jetzt fehlt nur noch eine Juniorenmannschaft, damit auch die Herren Nachwuchs haben.» sagt die Präsidentin des VBC Linth, Steffi Büchel Steiner, mit einem Schmunzeln. Hallenzeiten und Trainer:innen sind die limitierenden Faktoren. «Mit 120 Aktiven haben wir eine gute Grösse. Wir kennen uns noch. Und wir hoffen, wir haben für die nächste Saison auch wieder genug Spieler:innen für je eine Damen-Mannschaft in der 2., 3. und 4. Liga.» Denn bei den Damenmannschaften gibt es halt immer wieder Mutterschaftspausen.

«Ich suchte Sport und fand Freunde»

Sorgen der anderen Art hat die Mixed-Mannschaft: Es gibt kaum Platz für Neuzugänge. Im Mixed stehen Menschen zwischen 24 und 67 auf dem Feld. Wer hier mitmacht, bleibt in der Regel. Einige waren schon bei der Gründung des VBC Linth dabei. Natürlich spielen sie auch in einer Liga mit, der Zürcher-Mixed-Meisterschaft. Und sie haben vor 5 Jahren den Aufstieg in die Gruppe C geschafft und können sich dort halten. Allerdings: Bei jedem Meisterschaftsspiel spielt eine andere Mannschaft. Wer Zeit hat, spielt. Die Capitana sorgt dafür, dass alle zum Einsatz kommen, die wollen. Doch die Freude darf nicht zu kurz kommen – aus Sportskollegen sind Freundschaften geworden, die aber auch Platz haben für Neue.

Das Jubiläum ist jetzt schon ein Erfolg

Am 21. Mai 2022 wird nun gefeiert. Giuliana Hinder, die OK-Präsidentin, ist schon jetzt glücklich: «22 Teams beim KidsVolley-Turnier und 20 Mannschaften am Nachmittag – mit so vielen Mannschaften hatten wir nicht gerechnet. Ganz cool!»

Giuliana Hinder, OK-Präsidentin

Und auch Ehemalige finden sich bei den Mannschaften. Beim Turnier werden – ganz VBC – nicht nur die sportlichen Leistungen bewertet: Es gibt auch einen Preis für den originellsten Dress und den besten Team-Namen. Der zweite Grund für den Erfolg des Festes: «Wir haben so viele Sponsoren für das Fest gefunden – das war ein riesiger Aufsteller.» Nicht nur die treuen Inserenten im Bulletin des VBC Linth, das zweimal pro Jahr professionell gestaltet über den VBC Linth informiert, auch viele andere Unternehmen und Einzelpersonen haben mitgemacht, weil sie persönlich angefragt wurden. Auch hier der Schlüssel zum Erfolg: der persönliche Kontakt.

OK des Jubiläumsfest: das Team Damen1

Bei Interesse: www.vbclinth.ch

Alle Informationen zum VBC Linth finden sich natürlich online. Hier kann man sich auch für den Verein anmelden – in den Damen-Mannschaften der zweiten und dritten Liga hat es noch Platz für talentierte und motivierte Spieler:innen, denen die Mischung zwischen Ehrgeiz und Spass passt. Aber auch die Informationen für den nächsten Anlass, das Beachvolleyball-Turnier am 26. Juni 2022 in der Badi Schmerikon finden sich hier.


Nachgefragt – VBC-Präsidentin und OK-Chefin

Steffi Büchel Steiner, Präsidentin des VBC Linth

Steffi Büchel Steiner – Sie sind seit 11 Jahren Präsidentin des VBC Linth. Das ist eine lange Zeit…

Ich könnte das nie machen, wenn ich nicht selbst so viel Freude am Volleyball hätte und wenn mich nicht so viele aus dem Verein unterstützen würden: Vorstand, Trainer:innen, aber auch viele Freiwillige, die Jobs übernehmen. Volleyball ist für mich der beste Sport: Es braucht ein Team, es braucht Technik und es hat keinen direkten Kontakt zum Gegner, wodurch es weniger Unfälle gibt. Und der VBC Linth ist ein toller Verein – auf und neben dem Feld. Der Einsatz lohnt sich, vor allem, wenn Du siehst, wie die Volleyballschülerinnen dann in den Damen-Mannschaften ankommen.

Giuliana Hinder – Sie waren schon beim letzten Jubiläum im Jubiläums-OK. Was motiviert Sie? Oder sind Sie einfach eine «Festnudel»?

Ja, ich feiere gern, das ist schon so. Aber eigentlich hatte ich mir geschworen: Einmal in OK ist genug. Doch dann sassen wir beim Trainingsweekend in der Frischluftbar «Triebguet» in Baden, irgendjemand (ich glaube, es war unser Trainer) hatte die Idee: «Wir als Damen1 könnten doch das Jubiläum organisieren.» Erst habe ich mich standhaft gewehrt, aber als alle mitmachten und versprachen, mich zu unterstützen, habe ich mich «zur Verfügung gestellt», wie es bei uns im Team so schön heisst. Und dann war ich nicht nur im OK, sondern gleich auch noch OK-Präsidentin.

Giuliana Hinder – Wie fällt die Zwischenbilanz kurz vor dem Fest aus?

Die Sitzungen hielten sich in Grenzen und die positiven Meldungen (so viele Mannschaften machen mit, so viele Sponsoren unterstützen uns, alle im OK schaffen mit) überwiegen klar und schütten so viel Endorphin aus, dass die Bilanz stimmt. Aber das ist auch klar: Zweimal im OK ist dann wirklich genug!

Steffi Büchel Steiner – Sie haben einen Wunsch frei: Was wünschen Sie sich für die nächsten fünf Jahre?

Ich hoffe, dass wir weiterhin so viele Menschen im Verein haben, die sich engagieren, nicht nur im Vorstand. Und klar: Ich hoffe, dass sich für den Vorstand nach wie vor motivierte Volleyballer:innen finden. Wenn das so ist, dann geht alles von allein. Und ja: Sport und Spass – die Kombination muss stimmen.

Von: Werner Roggenkempber, VBC Linth