Als das Biotop damals 1982 in schweisstreibender Arbeit von den Oberstufenschülerinnen und – schülern von Schmerikon gebaut wurde, war ich 5 Jahre alt. Da ich die Tochter des Hauswartes war, stand ich mittendrin in den Arbeiten. Wahrscheinlich stand ich mehr im Weg rum, als dass ich Nützliches leistet.

Von: Rahel Leuenberger, Schule Schmerikon

Das Biotop vor dem Schulhaus war in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geraten und nur wer wusste, dass da einmal ein Biotop war, konnte es zwischen all dem Unkraut und Schilf erahnen.  Es reizte mich sehr, dem Biotop und seiner Umgebung wieder neuen Schwung zu verleihen.

Im Lehrplan steht, dass sich Kinder des Zyklus 2 mit dem Thema Amphibien auseinandersetzen sollen. Sie sollen diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können. Was eignet sich da besser als ein Biotop, das gerade vor dem Schulhaus  ist?

So befreite Rolf Müller mit seiner damaligen 2. Realklasse das Biotop von all den Pflanzen, die nicht dorthin gehörten. Übrig blieb ein Betonbecken.

Zusammen mit Ruth Wespe von der Naturschutzkommission von Schmerikon erstellten wir ein Konzept. Es sollte nicht nur das Biotop aufgewertet und somit für Amphibien bewohnbar gemacht werden, sondern auch die Umgebung sollte dementsprechend gestaltet werden. Das Wort „Biodiversität“ fiel oft in unseren Diskussionen.

Ich habe die Gestaltung des Biotops gerade als Anlass zu einer Projektwoche genommen. Das Thema „Natur“ stand im Zentrum. Nach den Herbstferien war es dann endlich soweit. Zusammen mit meiner 5. Klasse vom Zentralschulhaus und unter der fachkundigen Leitung von Ernst Picmous haben wir Löcher gegraben, Pflanzen gepflanzt und Steine geschleppt. Im Schulzimmer und im Werkraum haben wir Naturkosmetik hergestellt und jedes Kind hat ein Fledermaushaus gebaut.

Es war eine super Woche.

Nun ist das Biotop parat für die Amphibien. Jetzt heisst es einfach geduldig warten, bis das Biotop bewohnt wird. Wir freuen uns darauf.