Zur diesjährigen Güterbegehung lud die Ortsgemeinde die gesamte Bevölkerung des Seedorfes ein. Als neueste Attraktionen fanden der erneuerte Spielplatz beim Rheinkieshafen und die restaurierte "alte Zementi" spezielle Beachtung.

Von: Hans-Peter Keller

Nach dem Kauf einer Landparzelle von der SBB im Jahr 2003 begann 2007/08 die erste Bauetappe der Seeufer-Erneuerung vom Hotel Bad bis zum Slip gegenüber der Bahnstation. Der Rückbau des KIBAG-Krans im August 2012 und die Altlastensanierung 2013/14 ebneten den Weg für die zweite Etappe samt modernem Pavillon, genannt Pier8716. Die Seeanlage ist heutzutage ausserordentlich gut frequentiert und ein echter Publikums-Magnet.

"alte Zementi"

Im November 2014 beschlossen die Ortsbürger den Kauf der "alten Zementi" westlich des Dampfschiffstegs. Damit liessen sich die Liegenschaft am See der Spekulation entziehen und 1'485 Quadratmeter Land mit direktem Seeanstoss für die Öffentlichkeit zurückgewinnen. Die fachgerechte Wiederherstellung der Baute im herkömmlichen Gewand wurde im Frühjahr 2019 abgeschlossen. Die "alte Zementi" bietet Platz für bis zu 100 Personen und wird für Anlässe an Korporationen, Vereine, Parteien und Privat-Personen vermietet. Wie beim Pier8716 ist die Sicht auf den See einzigartig.

Spielplatz am Rheinkieshafen

Der Spielplatz in Seeräuber-Art ist bei den Kindern beliebt

Vor Jahren haben innovative, einheimische Kräfte zusammen mit Sponsoren nördlich des ehemaligen Rheinkieshafens, westseitig angrenzend an das "Rothus", einen Kinderspielplatz gebaut. Ein asphaltierter Fussballplatz, ein steinerner Tischtennis-Tisch und eine Feuerstelle ergänzen die Anlage. Nach der Ablehnung des Wohnbauprojektes "Wohnen am See" mit geplanten 35 Wohnungen im Jahr 2014 bot sich die Erneuerung der Spielgeräte und des Fussballplatzes an. Beides wurde 2019 umgesetzt.

Sanierung Mole Hafen Bad

Die Mole des Schmerkner Hafens ist in die Jahre gekommen. Zwar erfuhr die nordseitige Hafenmauer im Rahmen der Neugestaltung der See-Promenade eine Auffrischung und Sicherung mit Pollern. Der bauliche Zustand der Mole wurde 2017 als schlecht taxiert. Eine Instandstellung oder ein Ersatz der Mole drängt sich auf. Eine Vorprüfung durch den Kanton St. Gallen ist erfolgt. Im Idealfall wird ein Neubau der Mole 20 Meter südwärts in den See verschoben. Mit der Vergrösserung des Hafens entstünden 30 zusätzliche Bootsplätze. Wie Präsident Andreas Kuster und Hafenchef Alfred Hildbrand ausführten, könnte die Anlegestelle vom derzeitigen Dampfschiffsteg zur neuen Mole verlegt werden. Dies brächte eine Entschärfung des Gefahrenmoments für Schwimmerinnen und Schwimmer bei An- und Wegfahrten von Dampfschiffen.

Die Mole beim Hafen Bad bedarf einer Erneuerung

Frohes Fest

Das Wetter zeigte sich für die diesjährige Güterbegehung der Ortsgemeinde Schmerikon von der angenehmen Seite. Der Verwaltungsrat scheute keine Mühe, die gesamte Dorfbevölkerung mit mannigfachen Attraktionen zu überraschen. Eine interaktive Ausstellung rund um das Thema Wasser wurde präsentiert. Stand Up Paddles konnten getestet werden.  Kanufahren war ebenfalls angesagt. Die Verpflegung war üppig. Pizza, Fischknusperli vom Zürichsee, Grill-Speisen und Getränke wurden an mehreren Orten gratis angeboten. Zum Abschluss trafen sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher in der "alten Zementi" zu einem Konzert der verstärkt angetretenen Schmerkner Musikgesellschaft. Die Öffentlichkeit hat einmal mehr demonstriert erhalten, welch hohen Stellenwert die Ortsgemeinde im Seedorf geniesst.