Nach einem Unterbruch von zehn Jahren meldet sich der FC Schmerikon in der höchsten Regionalliga zurück. Er realisierte den Wiederaufstieg im abschliessenden Spieltag mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen das drittplatzierte Henau.

Von: Fredi Fäh, PR- und Sportagentur

Für den FC Schmerikon bedeutet dies die vierte Promotion in die höchste Spielklasse des Ostschweizer Fussballverbandes. Erstmals 2.-Liga-Luft schnupperte man in Schmerikon in der Saison 1976/77. Damals gelang unter der Regie des aus Rüti stammenden Spielertrainers Martin «Tine» Maurer der überraschende Wurf. Dazu musste allerdings einiges Glück beansprucht werden. Zuerst lieferte sich Schmerikon im Kampf um den Gruppenmeistertitel mit Lokalrivale Rapperswil-Jona in einem Entscheidungsspiel in Uznach ein richtiges Spektakel. 4:4 lautete das Resultat, ehe es zum Penaltyschiessen kam, welches die Schmerkner zu ihren Gunsten entschieden. Auch das alles entscheidende Aufstiegsspiel gegen Wattwil führte zu einem dramatischen Elfmeterschiessen. Schmerikon bewies dabei erneut Nervenstärke und gewann.

Kurzes Gastpiel bei der Première

Das erstmalige Gastspiel in der 2. Liga war im Sommer 1977, nach einer von Turbulenzen geprägten Saison, bereits wieder beendet. Danach dauerte es exakt 20 Jahre, bis sich der FC Schmerikon in der damals noch vierthöchsten Spielklasse des Landes zurückmeldete. Unter der Leitung von Spielertrainer Max Marty aus Jona gelang im Juni 1997, lediglich ein Jahr nach dem direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga, die Promotion in die 2. Liga. Dort hielten sich die Schmerkner Fussballer bis im Sommer 2001, ehe der Abstieg erfolgte. Im Folgejahr kehrte man postwendend zurück in die 2. Liga. Mit dem einheimischen Trainer Herbert Greub an der Seitenlinie erkämpften sich die Schmerkner dank eines abschliessenden 6:1-Sieges über Gruppensieger Näfels den zweiten Schlussrang, knapp vor Niederurnen und Weesen, die mit der besseren Ausgangslage den letzten Spieltag in der 3. Liga in Angriff genommen hatten. In den anschliessenden Aufstiegsspielen reichten den Schmerknern ein 2:0 im Heimspiel gegen Mels sowie ein torloses Unentschieden auswärts gegen Thusis-Cazis zur Promotion.

Gordan Culum als Baumeister des Erfolgs

Es folgten sieben Spielzeiten am Stück in der 2. Liga, bis sich Schmerikon im Juni 2009, mit lediglich zwei Siegen und einem Total von acht Punkten aus 22 Spielen, sang- und klanglos aus der höchsten Regionalliga verabschiedete. Es dauerte exakt zehn Jahre, bis die ersehnte Rückkehr in die 2. Liga realisiert wurde. Als Baumeister des Erfolgs gilt Gordan Culum. Der fachkundige Trainer hat innert drei Jahren eine homogene Mannschaft, mit einigen arrivierten und vielen jungen Spielern aus der Region geformt. Diese will in der kommenden Saison auch in der 2. Liga eine gute Figur abgeben. Die Basis zum Aufstieg bildete eine starke Defensive.  Die Schmerkner mussten in der zurückliegenden Meisterschaft in 22 Spielen lediglich 14 Gegentore hinnehmen.