Ein sogenannter Pflichtsieg wird für die Schmerkner zu 90 Minuten Kampf ohne grossen Fussball. So lässt ein schwierig bespielbarer Rasen und die fehlende Offensivkreativität beider Teams, die Zuschauer vergebens auf ein attraktives Fussballspiel hoffen.

Von: Damian Mandra, FC Schmerikon

Die Gäste aus Tobel-Affeltrangen im klassischen 4-4-2 haben zu Beginn sichtlich Mühe gegen die im 3-4-3 aufgestellten Schmerkner. Trainer Gordan Culum war aufgrund einiger personeller Ausfälle gezwungen, auf eine ungewohnte Aufstellung zu setzen. Und diese bereitete den Gästen Probleme.

Die Schmerkner waren mehrheitlich im Ballbesitz und lenkten das Spiel nach ihrem Gusto – solange es sich um die eigene Hälfte handelte. Denn in der gegnerischen Hälfte funktionierte das mit dem Spiellenken, milde ausgedrückt, noch nicht so wirklich. Tobel stand in der Defensive grundsolide und liess den Schmerkner Offensivakteuren keine Luft zum Atmen. Es waren, wenn dann Helbling oder Fernandes, welche sich mit einem gelungenen Dribbling, Raum für den Pass in die Tiefe schaffen konnten. Doch liess man auch diese wenigen Chancen ungenutzt.

Es fehlte an der Aggressivität im Sechzehner, den richtigen Laufwegen und an der Abstimmung um wirklich gefährlich zu werden. Und so endete die erste Halbzeit mit einem zähen 0:0.

Es schien, als seien sich beide Trainer einig – da muss offensiv mehr kommen. Die Gäste rückten auf und störten die Schmerkner nun schon nahe der Sechzehnergrenze. Dies schaffte Raum für das Mittelfeld der Seebueben und so gelang es Tschirky und besonders dem nun aufdrehenden Helbling einige gefährliche Chancen herauszuspielen. So war es Vigini, der nach guter Vorlage dem Verteidiger davonzog und den Ball aber nicht an Kapitän Barberi vorbeischieben konnte.

Es kam, wie es für ein solches Spiel kommen musste – ein Standard musste her. Helbling durfte sich den Ball 18 Meter vor dem Tor vorbereiten und zum Freistoss antreten. Dieser erwischte den eigentlich wachen Barberi eiskalt in seiner Ecke und erlöste damit eine Viertelstunde vor Ende die Schmerkner.

Nun hiess es für die Seebueben die 0 zu wahren. Culum stellte um und liess seine Spieler auf Konter lauern, was grundsätzlich gut funktionierte, bis der wirklich abenteuerliche Rasen den jeweils anstürmenden Schmerknern ein Strich durch die Rechnung machte.
Die Erlösung kam dann mit dem Schlusspfiff und die Abwehr rund um Torhüter Dinis hält den Titel als defensivstärkste Mannschaft der Liga mit nur zwei Gegentoren aus sechs Spielen.

Nächstes Spiel: Derby gegen Uznach in Uznach

Nächste Woche steht das Derby gegen den FC Uznach an! Die Uzner, welche sich nur einen Punkt über dem Strich befinden, werden es den Schmerknern im letzten Obersee-Derby der Vorrunde gewohnt schwierig machen und versuchen den Seebueben bei ihrem Aufstiegsziel ein Bein zu stellen.

Anpfiff: Sonntag 07.10.2018 14:00 Uhr in Uznach

(Foto/Symbolbild: Andy Halll auf unsplash.com)