Die Seebueben gastierten am vergangen Sonntag beim Aufsteiger Wil. Nach der Derby-Niederlage gegen den FC Eschenbach war ein Sieg ein Muss!

Von: Damian Mandra, FC Schmerikon

Die Schmerkner waren trotz ungewohnt früher Anstosszeit, 13:00 Uhr, von Beginn an die wachere Mannschaft. Man konnte, dank den weit zurückgezogenen Wilern, das Spiel ruhig aufbauen und sich den Gegner somit zurechtspielen. Trainer Culum konnte aber noch nicht vollends zufrieden sein mit seiner Mannschaft.

Trotz Ballbesitz und dem Bestimmen des Spiels, schien man etwas ungeduldig zu sein. Auch das zügige 0:1 durch eine Volleyabnahme von Federspiel, nach einem Fehlgriff von Torhüter Pilica, änderte nichts an der übereilten Spielweise der Schmerkner.

Diese Ballverluste wurden aber durch die Gastgeber nicht bestraft. Jene zeichneten sich nur durch einige wenige Einzelaktionen aus, die aber oft im Sand verliefen. Die Seebueben wollten unbedingt das wichtige 0:2 zur Pause erzielen, um so mit einem komfortablen Vorsprung in die zweite Hälfte einsteigen zu können. Dies gelang Vigini dann in der 40. Minute.

Der heute als Stürmer aufgestellte Torjäger liess den Torhüter im Duell um den Ball geschickt aussteigen, um dann zum 0:2 Pausenstand einzuschieben.

Wil mit Druckphase

Die Pause tat den Wilern gut, die Gastgeber konnten in den ersten Minuten der zweiten Hälfte ihre erste und einzige richtige Druckphase ausspielen. Trotz Unterstützung durch die Ungenauigkeiten der Schmerkner gelang den Gastgebern nichts Konkretes. So war das Spiel auch schnell wieder in den Händen der Seebueben. Diesen gelang durch O. Pehlivan nach dem von Tschirky getretenen Eckball das 0:3.

Die Gäste hatten das Spiel fest in der Hand und liessen den Wilern kaum Hoffnung auf eine allfällige Aufholjagd. Im Gegenteil, man legte nach. Vigini setzte Helbling geschickt in Szene, welcher dann abgebrüht zum 0:4 erhöhte.

Die Wiler zeigten sich noch ein letztes Mal gefährlich. Nach einer kurzen Unordnung in der Schmerkner Abwehr konnte ein Wiler Offensivmann alleine in den Sechzehner eindringen. Doch Dinis war trotz leichter Unterbeschäftigung hellwach und bewahrte den Schmerknern den Titel als defensivstärkste Mannschaft der Liga.

Schnell ging das Spiel wieder in die andere Richtung. Der eingewechselte Polat verwandelte eine weitere Flanke von Tschirky mustergültig zum 0:5. Auch der ebenfalls eingewechselte Babelessa konnte sich Culum für das nächste Spiel mit dem 0:6 Endstandtreffer empfehlen.

Die Schmerkner zeigten damit eine klare Reaktion auf die durchwachsene Leistung in der letzten Woche und bleiben somit an der Spitze dran. Jetzt gilt es die Spielpause klug zu nutzen, um sich zu regenerieren und an den sich gezeigten Fehlern zu arbeiten.

(Foto (Symbolbild): ÁLVARO MENDOZA auf Unsplash)